Unbekannte haben sich Zugriff auf die Systeme von Ubisoft verschafft. Das Unternehmen hat über den Angriff informiert und bittet Nutzer ihre Passwörter zu ändern.
Der Skandal um die weltweite Datenspionage der US-Geheimdienste droht zu einer schweren Belastung für das Verhältnis Deutschlands und Europas zu den USA zu werden. Empört reagierten am Sonntag Politiker von Regierung und Opposition in Berlin auf Berichte, wonach die Überwachung Deutschlands durch den US-Geheimdienst NSA offenbar viel umfangreicher ist als bislang angenommen. Die EU-Kommission verlangte sofortige Aufklärung über die angebliche Bespitzelung von EU-Gebäuden durch den US-Geheimdienst.
Die Europäische Kommission hat neue Regelungen für die Meldepflicht von Telecomanbietern und Netzprovidern erlassen, wenn deren Kundendaten durch eine Sicherheitslücke kompromittiert werden. So müssten zum Beispiel die Unternehmen im Falle eines solchen Datenlecks binnen 24 Stunden die zuständigen nationalen Behörden informieren, wie aus der Mitteilung der Kommission hervorgeht.
Das von bis zu 19 Millionen Nutzern verwendete Anti-Tracking-Werkzeug Ghostery ist in den USA in die Kritik geraten, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Der Vorwurf: Evidon, die Firma hinter dem Tool, sei Teil jenes Online-Werbe-Komplexes, vor dem sie die Nutzer schützen will. Ghostery arbeitet als Browser-Add-on, blockiert Trackingcodes und Webbugs von Werbevermarktern und erhöht nebenbei auch noch die Ladegeschwindigkeit von Webseiten. Evidon verkauft allerdings auch Daten von rund acht Millionen Ghostery-Nutzern, die die Daten-Sharing-Funktion des Programms aktiviert haben, an Werbevermarkter.
Gegen das Einschleusen von JavaScript, das sogenannte Cross Site Scripting (kurz XSS), ist vermeintlich kein Kraut gewachsen. Selbst in den Sites etablierter Zahlungsabwickler wie PayPal oder ClickandBuy und sogar deutscher Banken entdecken Sicherheitsexperten und Schüler immer wieder Schwachstellen, durch die Angreifer eigenen Code einschleusen können. Die möglichen Folgen: Cookie-Klau, Phishing und Malware – alles im Namen der verwundbaren Site.
Die USA haben verhindert, dass der Entwurf der EU-Datenschutzreform die Herausgabe von europäischen Nutzerdaten an die NSA untersagt. Das berichtet die Financial Times in ihrer heutigen Ausgabe. Demnach hätte die "Anti-FISA-Klausel" die Weitergabe der Daten auf Basis des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) verhindert. Dieses Gesetz erlaubt es dem US-Geheimdienst NSA, die Überwachung einer Person anzuordnen und etwa von einem Internet-Dienst wie Facebook die Herausgabe ihrer Daten zu verlangen. Dieses Verfahren erregt derzeit besonders viel Aufmerksamkeit, bildet es doch offenbar die rechtliche Grundlage für das Spionageprogramm PRISM.
Nach der Aufdeckung der massiven Spionageaktivitäten der USA im Internet formiert sich auch in den USA breiter Widerstand gegen die Überwachungsmethoden. Unter dem Motto "Stop Watching Us" (Hört auf, uns zu beobachten) eröffnete eine Gruppe von Firmen und Bürgerrechtsorganisationen eine Kampagne gegen die Überwachung von Internet- und Telefondaten durch den US-Geheimdienst NSA. Europäische Politiker fordern Aufklärung über das Ausmaß der Überwachung. Kanada gab zu, das Internet ähnlich auszuspionieren.
Die Serie von Berichten über angebliche Spionageaktionen der US-Regierung gegen die eigene Bevölkerung reißt nicht ab. Nach Informationen der Washington Post und der britischen Zeitung The Guardian zapfen der US-Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI direkt die zentralen Rechner und damit die Kundendaten von fünf Internet-Firmen an – mit deren Zustimmung. Eines der angeblich beteiligten Unternehmen, Apple, wies das aber postwendend zurück.
Eine Mastercard-Phishing-Mail gaukelt den Opfern die Umstellung auf smsTAN-Verfahren vor und lotst sie auf eine nahezu perfekt nachempfundene Mastercard-Seite. Die im fehlerfreien Deutsch geschriebenen Spam-Mails, die im Namen der Firmen Otto und Görtz im Umlauf sind, drohen mit Mahngebühren und transportieren Trojaner im Anhang. Allen Betrugsmails ist eines gemeinsam: Sprachlich sind keine Mängel mehr festzustellen. Optisch ist die Mastercard-Phishing-Seite makellos gestaltet. Es sind wieder nur die kleinen Schönheitsfehler, die den Schwindel enttarnen.
Die Staatssekrerätin im BMI Rogall-Grothe, hat heute, 15.5.2013, auf dem 14. Datenschutzkongress in Berlin zum Datenschutz im Cloud Computing Stellung genommen.
Nach Rogall-Grothe hat sich die Bundesregierung dafür stark gemacht, den von der Arbeitsgruppe Rechtsrahmen des Cloud Computing unter Leitung von Prof. Dr. Georg Borges ausgearbeitete Konzept einer Zertifizierung von Diensten in der Datenschutz-Grundverordnung durch Änderung der Artt. 26 und 39 Datenschutz-Grundverordnung aufgegriffen.
Der aktuell in der Arbeitsgruppe des EU-Ministerrats diskutierte Textentwurf bildet diesen Vorschlag ab. Das Konzept der Arbeitsgruppe Rechtsrahmen des Cloud Computing finden sie unter www.trusted-cloud.de.